BBE-CHEF-TELEGRAMM Abonnement
Probeabonnement bestellen
Handel Spezial
Aktuelles Downloads Rechentools Wir über uns Spezialangebote

aktuelle Ausgabe

 

Black Friday Umsätze übertreffen Weihnachten

In den europäischen Märkten Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Polen übertreffen die Umsätze, die in der Black-Friday-Woche generiert werden, bereits die des Weihnachtsgeschäfts. In diesem Jahr fällt Black Friday auf den 29. November 2019. An diesem Tag erhalten nicht nur viele Verbraucher ihr Gehalt, der Tag liegt auch nur etwa drei Wochen vor Weihnachten. Die diesjährigen Umsatzerlöse könnten also die bisherigen Rekorde übertreffen.
Der Black Friday ist für den Handel weltweit als Promotion-Aktion etabliert. Die Studien der GfK belegen, dass Verbraucher immer für gute Angebote zu haben sind, solange diese eine ehrliche Preisreduktion darstellen. Außerdem sind die Verbraucher auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Leben einfacher zu gestalten. Laut der GfK Studie „FutureBuy“ stimmen 42 Prozent der Verbraucher in Europa der Aussage zu, dass es in vielen Kategorien zu viel Auswahl gibt. Einen echten Mehrwert können Sie als Händler also dann bieten, indem Sie die Anzahl der Angebote reduzieren und so Ihren Kunden helfen, diesen November ihre gewünschten Produkte einfacher zu finden und zu kaufen.
Die Verbraucher von heute sind clever und verwenden mehr Zeit als je zuvor darauf, sich vor einem Kauf gründlich zu informieren. Laut der GfK Studie geben fast die Hälfte der Verbraucher in Europa (45 Prozent) an, dass sie heute häufiger Preise vergleichen als noch vor einem Jahr. Die Tatsache, dass der Black Friday in der Vergangenheit zum Teil negativ in den Medien dargestellt wurde, hat dazu geführt, dass viele Verbraucher Angebote, Preisnachlässe und Werbeaktionen mit Vorsicht genießen und noch mehr Zeit darauf verwenden, vor dem Kauf zunächst Preise zu vergleichen.
Motivieren Sie als Händler Ihre Kunden, höherwertige Produkte zu kaufen Achten Sie aber auch darauf, die Gewinnspannen nicht zu verlieren und den für Sie wichtigsten Verkaufszeitraum des Jahres, das sogenannte "goldene Quartal", nicht negativ zu belasten. In den Märkten, in denen Black Friday mit dem Weihnachtsumsatz konkurriert und diesen oft bereits übertroffen hat, setzen viele Hersteller und Händler nun auf Premium-Produkte. Verbraucher werden ermutigt, eher gehobenere Modelle zu kaufen, als sich für die günstigsten Produkte im Angebot zu entscheiden.
Während der Black-Friday-Woche 2018 wurden in Deutschland in den Bereichen Technik und Gebrauchsgüter vor allem Geräte aus höheren Preiskategorien gekauft. Im Vergleich zur Vorwoche entsprach das einem Anstieg des Umsatzvolumens um bis zu 65 Prozent. Diese Entwicklung war vor allem bei Smartphones und Fernsehern zu beobachten. In Großbritannien, Polen und Russland wurde hingegen mehr Geld für großformatige oder Ultra High Definition Fernsehgeräte ausgegeben.
GfK Online Behavior Daten zeigen, wie sich Konsumenten in Deutschland von der ersten Produktsuche bis zum Kauf durchs Netz bewegen. Auch hier wird die Black-Friday-Euphorie spürbar: können sich Produktansichten, wie zum Beispiel im deutschen Kopfhörer-Markt, auf E-Commerce-Seiten gegenüber der Vorwoche sogar mehr als verdreifachen. Doch nicht nur das Interesse steigt, auch die Kaufbereitschaft ist hoch. Mit den richtigen Angeboten können Sie als Händler mehr Produktinteressierte zu Käufern machen als in anderen Wochen. Das Verlangen nach hochwertigen Produkten zeigt sich auch in der GfK-Studie GfK Consumer Life. Im Jahr 2019 gaben 47 Prozent der Verbraucher an, dass es wichtig sei, sich regelmäßig etwas zu gönnen und sich zu verwöhnen. Zudem möchte ungefähr die Hälfte (49 Prozent) lieber weniger, dafür aber qualitativ hochwertigere Artikel besitzen und 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie nur Artikel von vertrauten Marken kaufen.
Alle diese Faktoren zusammen ergeben ein stimmiges Bild für die kommenden Promotion-Wochen. Das Erfolgskonzept wird sein, die richtigen Premiumprodukte der Verbrauchernachfrage entgegenzustellen. Passiert dies in einem überschaubaren Rahmen von ehrlichen Angeboten, werden Ihre Kunden dieses Jahr leicht zu einer Kaufentscheidung kommen.



Kennzeichnung von Einweg und Mehrweg

Das Landgericht Amberg verurteilt Netto Marken-Discount AG & Co. KG zur Einhaltung umweltbezogener Verbraucherschutzvorschriften. Die Supermarktkette muss Einweg- und Mehrweg-Getränkeverpackungen als solche am Verkaufsort in der Nähe zum Produkt und mindestens in der Größe der Preisauszeichnung kennzeichnen. Dies geht aus dem am 21. Oktober 2019 verkündeten Urteil des Landgerichts Amberg im Rechtsstreit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen Netto Marken-Discount hervor. Zum ersten Mal wurde ein Unternehmen dazu verurteilt, die im Verpackungsgesetz seit dem 1. Januar 2019 gültige Kennzeichnungsverpflichtung für Getränkeverpackungen ordnungsgemäß umzusetzen. Die DUH sieht eine Signalwirkung für die gesamte Handelsbranche.
Netto Marken-Discount verkaufte eine nicht unerhebliche Zahl von Getränken, ohne Verbraucher am Verkaufsort Informationen darüber zu geben, ob es sich um Einweg oder Mehrweg handelte. Nachdem das Unternehmen die rechtswidrige Praxis trotz zweifelsfreier Nachweise abstritt und ein gesetzeskonformes Verhalten nicht zusichern wollte, klagte der Umwelt- und Verbraucherschutzverband und fordert nun anlässlich des schriftlich vorliegenden Urteils den Handel auf, die eigene Kennzeichnungspraxis zu überprüfen und verbraucherfreundlich auszugestalten. Um eine selbstbestimmte und umweltfreundliche Kaufentscheidung treffen zu können, benötigen Verbraucher genaue Informationen darüber, ob sie wiederbefüllbare Mehrweg- oder nur einmalig nutzbare Einweg-Getränkeverpackungen kaufen.
Das Urteil des Landgerichts Amberg ist ein wichtiger Präzedenzfall. Zum ersten Mal wurde ein Unternehmen, das die im Verpackungsgesetz festgelegte Verpflichtung zur Verbraucherinformation über Einweg- und Mehrweg-Getränkeverpackungen nicht ordnungsgemäß umgesetzt hat, zu deren Einhaltung verurteilt. Damit wird klargestellt, dass es sich bei gesetzlichen Hinweispflichten zu Mehrweg und Einweg um eine Marktverhaltensregel handelt und die Verbraucherinformationen, insbesondere vor dem Hintergrund derzeitiger Diskussionen um Nachhaltigkeit, erheblich für die Kaufentscheidung sind.



HOME | DATENSCHUTZ | IMPRESSUM | AGB/COPYRIGHT | KONTAKT | BBE media
© 2018 LPV GmbH